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Kazakhstan Birdtours – Kazakhstan-Exkursion Reiseplan

nach Dr Graham Tebb – Birdlife Österreich

Tag 1 Flug Frankfurt – Astana und Transfer ins Hotel.

Tag 2–3 Beobachtungen im Naturreservat Korgaldschin. Das Naturreservat Korgaldschin stellt ein riesengroßes Steppengebiet dar, wo einige ornithologische Besonderheiten brüten. Wir werden aktiv nach Weißkopfruderente, Wermutregenpfeifer, Steppenkiebitz und Schwarzflügelbrachschwalbe suchen aber begehrte Arten wie Weißflügel- und Mohrenlerchen werden kaum zu übersehen sein. Andere hier vorkommende Arten umfassen z.B. Rosaflamingo, Jungfernkranich, Steppenadler, Steppenweihe, Adlerbussard, Rotfußfalke, Fischmöwe, Weißkopfmöwe der Unterart Larus cachinnans barabensis (oft als ,,Barabamöwe, L. barabensis geführt), Zitronenstelze und Buschspötter. Viele Zugvögel benutzen die Teiche als Rastgebiete auf dem Weg nach Norden – oft sieht man Trupps von fast 1000 Thorshühnchen – und wir werden sicher einige interessante Arten wie Terekwasserläufer dabei finden. Mithilfe der lokalen Ornithologen sollten wir auch die hier vorkommende Unterart des Merlins, Falco columbarius pallidus, finden.

Tag 4 Beobachtungen im Naturreservat Korgaldschin und Flug nach Almaty. Nach dem Frühstück fahren wir langsam nach Astana zurück – natürlich bleiben wir stehen, wenn wir aus dem Bus etwas Interessantes sehen – und essen zu Mittag in Astana, der neuen Hauptstadt von Kazakhstan, bevor wir nach Almaty, der alten Hauptstadt, fliegen. Nach der Ankunft fahren wir in die Stadt, wo wir in einem Hotel der Touristenklasse übernachten.

Tag 5 Fahrt zum Alakol-See. Früher hat die 600km Fahrt zum Alakol-See im Osten des Landes, sehr nah an der Grenze zu China, den ganzen Tag in Anspruch genommen aber die Straße ist inzwischen viel besser geworden und wir werden genug Zeit haben, relativ oft stehen zu bleiben um Vögel zu beobachten. Bei einem bekannten Brutplatz für Klippenkleiber, zum Beispiel, machen wir sicher eine Pause! Aber wir werden trotzdem versuchen, nicht zu spät anzukommen, weil wir am Abend bereits mit der Suche nach der seltenen und bedrohten Reliktmöwe beginnen möchten. übernachtung in einem Hotel am Alakolsee.

Tag 6–7 Beobachtungen im Alakolgebiet. Das Alakolgebiet weist verschiedene Habitatstypen auf und wir werden einige besuchen, um möglichst viele der hier vorkommenden Vogelarten zu beobachten. Wir werden uns selbstverständlich sehr bemühen, die Reliktmöwe gut zu sehen aber leider kann der Erfolg nicht garantiert werden. Bei der Suche werden wir sicher mehr als genug schöne Beobachtungen genießen, um die lange Fahrt hierher zu rechtfertigen.

Die Sumpfgebiete und Seen werden unsere Listen mit vielen Enten- und Limikolenarten auffetten und mit etwas Glück werden wir Prachttaucher und Krauskopfpelikan sehen. Das Bartrebhuhn kommt hier vor und auch die Singvögel sind sehr interessant; wir haben sehr gute Chancen auf Blaukehlchen, Sibirisches Schwarzkehlchen, Seidensänger, Feldrohrsänger und Braunkopfammer. Noch dazu stellt das Gebiet die westliche Verbreitungsgrenze für Arten wie Spornpieper und Streifenschwirl dar. In den umliegenden Bergen kommen weitere Arten wie Mönchsgeier, Alpenkrähe, Rotstirngirlitz und sowohl Zipp- als auch Wiesenammer vor. Wir verbringen beide Nächte in einem Hotel am Alakolsee.

Tag 8 Fahrt nach Almaty. Nach einigen weiteren Beobachtungen im Alakolseegebiet fahren wir nach Almaty zurück. Wir bleiben für interessante Vogelarten stehen. übernachtung im Almaty.

Tag 9 Fahrt in die Taukum-Wüste. Gleich nach dem Frühstück verlassen wir Almaty. Unser erster Beobachtungsstopp ist bei Sorbulak, ein nah gelegenes See- und Steppengebiet. Unter den Höhepunkten ist eine Rosenstarkolonie, die um die 5.000 Brutpaare umfasst, aber wir werden viele andere Arten auch sehen. Neben Wasservögeln (darunter Rosa- und Krauskopfpelikan) gibt es viele Lerchenarten und wir werden hier versuchen, Kalander-, Kurzzehen-, Stummel- und Haubenlerche zu bestimmen. Auch Schikrasperber und Buschspötter kommen vor. Auf der Weiterfahrt sollten wir Arten wie Bienenfresser, Schwarzkopfwürger, Nonnen- und Isabellsteinschmätzer und Blauracke sehen. Wir übernachten in der Wüste in Jurten (traditionellen kazakhischen Zelten). Aber unser Lager ist wirklich bequem. Jedes Jurt hat elektrische Beleuchtung und es gibt sogar Duschen mit heißem Wasser!

Tag 10 Taukum-Wüste. Die Taukum-Wüste gilt als einer der besten Plätze überhaupt, die asiatische Kragentrappe zu sehen, und mit etwas Glück werden wir einige Männchen bei der Balz beobachten. Wir sollten auch Wüstenregenpfeifer und vielleicht wieder Wermutregenpfeifer finden und auch das Sandflughuhn ist relativ häufig. Einige Singvogelarten brüten auch in der Wüste und wir werden auf Bergkalanderlerche, Steppenraubwürger, Wüstenrabe und Weißflügelgimpel Ausschau halten. Eine kleine Schlucht in der Umgebung gibt uns die Chance, Chukarhuhn, Nonnensteinschmätzer und Silberkopfammer zu sehen. In der Schlucht gibt es einige alte Steinschriften, die wir uns auch ansehen werden. übernachtung wieder in unseren Jurten.

Tag 11 Rückfahrt nach Almaty über die Topar-Seen und den Moslemischen Friedhof. Die Topar-Seen beherbergen einige interessante Unterarten von Vögeln, die wir relativ gut kennen und es wird sicher schön sein, die großschnäbelige Form des Rohrammers (Emberiza schoeniclus pyrrhuloides) zu sehen. Weitere hier vorkommende Arten sind Lasur- und Turkestanmeise zusammen mit Kronen- und mit etwas Glück Schwarzkopfbeutelmeise. Wir fahren dann weiter zu einem kleinen Turanga-Wald (der Turanga ist eine in Kazakhstan fast endemische Baumart), wo Besonderheiten wie Weißflügelspecht (ein nahverwandter unseres Buntspechts) und die bedrohte Gelbaugentaube zu finden sind. Hier werden wir unser Mittagessen einnehmen.

Nach dem Essen geht es weiter in Richtung Almaty. Der moslemische Friedhof liegt auf dem Weg und hier sollte der sehr hübsche Saxaulsperling leicht zu finden sein. Zur Zugzeit bietet der Friedhof Schatten in der Wüste und wird daher von vielen Zugvögeln aufgesucht; wir werden uns überraschen lassen! Am Abend kommen wir in Almaty an und übernachten wieder dort.

Tag 12 Charyn-Schlucht. Gleich in der Früh fahren wir zu einem kleinen Wasserloch in der Wüste, wo viele Vögel zum Trinken hinkommen. Die Art, die wir hier zu sehen hoffen, ist das Steppenflughuhn. Aber die Wartezeit wird alles andere als langweilig sein, denn wir sollten auch das Sandflughuhn (hoffentlich zum Vergleich!) und viele Singvögel sehen. Wir fahren dann weiter in die Charyn-Schlucht, ein landschaftlich wunderschönes Gebiet, das geographisch ganz in der Mitte der eurasischen Landmasse steht und somit weiter vom Meer entfernt ist, als jeder andere Platz auf der Welt. Auf der Fahrt bleiben wir bei verschiedenen Wasserquellen in der Wüste stehen, wo wir Steinrötel, Mongolengimpel und hoffentlich auch Rotflügelgimpel sehen können. In der Schlucht sollten wir viele Greifvögel wie Bart-, Schmutz-, Schnee- und Mönchsgeier und Steppen-, Stein- und Zwergadler, aber auch Saker, Felsenschwalbe, Steinrötel, Blaumerle und Steinsperling finden. Das Chukarhuhn sollten wir auch wieder sehen. Übernachtung in einem Hotel.

Tag 13 Charyn-Schlucht und Rückfahrt nach Almaty. Nach weiteren Beobachtungen in und um die Charyn-Schlucht fahren wir wieder nach Almaty zurück, wo wir wieder im inzwischen vertrauten Hotel übernachten.

Tag 14 Tienschan-Berge. Heute steht der – im wörtlichen Sinne – Höhepunkt der Reise auf dem Programm, denn gleich in der Früh fahren wir in die Tienschan-Berge. Auf der Fahrt dorthin bleiben wir in verschiedenen Höhenstufen stehen, um gezielt nach Arten wie Flußwasseramsel, Purpurpfeifdrossel, Tienschan-Laubsänger und Lasurmeise zu suchen. Wir übernachten in einer alten Sternwarte auf ca. 2800m Meereshöhe und in den umliegenden Wäldern haben wir eine sehr gute Chance Fahlbraunelle, Zügel- und Blaukopfrotschwanz, Bergrubinkehlchen, Purpurhähnchen (obwohl diese Art in letzter Zeit seltener geworden ist), Pamirlaubsänger, Rosenmantelgimpel und Waldschneegimpel zu finden.

Tag 15 Tienschan-Berge. Gleich nach dem Frühstuck fahren wir zu einer noch höher – auf ca. 3300m – gelegenen Sternwarte, wo die Vogelwelt ganz anders ist. Während der Fahrt könnten wir Himalaya- und Schwarzkehlbrauenelle finden und nach der Ankunft werden uns hoffentlich die brachvogelartigen Rufe verraten, wo wir nach Himalayakönigshuhn suchen müssen, denn diese Art stellt eine große Besonderheit des Gebiets dar. Andere Arten in diesen Höhen sind Riesenrotschwanz, Mattenschneegimpel und Wacholderkernbeißer, aber auch Alpenkrähe und Alpendohle sollten wir vergleichen können.

Später besuchen wir einen großen See in den Bergen, wo der Ibisschnabel brütet. Vielleicht sehen wir hier auch einen Merlin der Unterart Falco columbarius lymani? übernachtung wieder in der Sternwarte.

Tag 16 Tienschan-Berge und Rückkehr nach Almaty. Bevor wir nach Almaty zurück fahren haben wir fast den ganzen Tag um nach weiteren montanen und submontanen Arten zu suchen. Vielleicht finden wir auch noch einige wichtige Arten, die wir wegen dem leider nicht immer zuverlässigen Wetter in den Bergen verpasst haben.

Tag 17 Rückflug Almaty - Frankfurt.

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